GEW-Sportkommision
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Was ist die GEW-Sportkommission?
..Landesverband Brandenburg

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Arbeitsgruppe Sport der GEW Brandenburg
 

Website der Europäischen Kommission
 
 

Europäisches Jahr der Erziehung durch Sport 2004

Die Länder der Europäischen Gemeinschaft haben sich zum Ziel gesetzt, den Sport als pädagogisches Instrument zu fördern. Dabei soll das Jahr 2004 vor allem auf die pädagogischen Aspekte des Sports ausgerichtet sein. Weiterhin soll das Ansehen des Sports in der Gesellschaft aufgewertet werden. Besonders gefragt sind nachhaltige Projekte und keine „Eintagsfliegen“ (Nachhaltigkeit!).

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Edelgard Bulmahn eröffnete am 19. Januar 2004 die Nationale Auftaktveranstaltung zum Europäischen Jahr der Erziehung durch Sport in Leipzig. Das Motto dieser Auftaktveranstaltung „Beweg’ dich für deine Zukunft“ fand unter den Beteiligten eine breite Zustimmung. 

In dem Fachvortrag, der Talkrunde, der Podiumsdiskussion und in den Arbeitsgruppen wurde die besondere Bedeutung der sportlichen Bewegung erneut benannt. Die Schlüsselkompetenzen wie Teamgeist, Toleranz, soziale Kompetenz und Selbstwertgefühl lassen sich besonders gut durch die sportliche Betätigung entwickeln. Dieses Bewusstsein muss sich in der Gesellschaft durchsetzen.

Dr. Kuhlmann von der Freien Universität Berlin arbeitete in seinem Fachvortrag besonders den Zusammenhang zwischen der Erziehung und dem Sport heraus. Er machte darauf aufmerksam, dass sowohl eine Erziehung zum Sport als Voraussetzung notwendig ist, sowie eine Erziehung durch Sport, welche dann die beabsichtigten positiven Ziele entwickeln kann. 
Denkt man diese Ansätze weiter, kommt man zu dem Schluss, dass es bereits im frühen Kindesalter notwendig ist, die Kinder an die sportliche Betätigung heranzuführen. Bereits im Vorschulalter, aber besonders im Schulalter ist die Lust an der sportlichen Bewegung bei den Mädchen und Jungen verstärkt zu ermöglichen bzw. zu wecken. In dieser Phase haben die Eltern, Erzieherinnen/Erzieher und alle Lehrkräfte, egal aus welchen Fachbereichen, eine große pädagogische Verantwortung. Das Ziel muss darin bestehen, die Kinder und Jugendlichen für ein lebenslanges Sporttreiben zu begeistern, um die genannten Schlüsselkompetenzen zu entwickeln und einen Ausgleich zur allgemeinen Bewegungsarmut zu schaffen. Die persönliche Vorbildrolle der an der Erziehung Beteiligten ist dabei nicht zu unterschätzen.

Die bei der Auftaktveranstaltung anwesenden Vertreter von Sportverbänden brachten ihre Bereitschaft zu Ausdruck, in vielfältigen Formen die Zusammenarbeit mit den staatlichen Einrichtungen auszubauen. Als gutes Beispiel wurde die angestrebte enge Zusammenarbeit mit den Ganztagsschulen benannt. In diesem Zusammenhang ist aber auch festzustellen, dass ein möglichst lebenslanges Sporttreiben am besten in einem Sportverein zu realisieren ist. 

Die angestrebten Erfolge durch die sportliche Betätigung lassen sich oftmals mit „klassischen Sportarten“ besser erreichen als mit sogenannten „Trendsportarten“. Die Trendsportarten erfüllen oft nur ansatzweise und kurzzeitig die Ansprüche, zumal wenn sie außerhalb einer sportlichen Organisation erfolgen. Der Nachhaltigkeitseffekt ist oftmals nicht gegeben. Prof. Dr. Kolb von der Universität Wien formuliert dies wie folgt. „Nicht jeder beliebige, sondern nur ein bewusst in erzieherischer Absicht inszenierter Sport kann dazu beitragen, die Entwicklung der Persönlichkeit insbesondere von Kindern und Jugendlichen positiv zu beeinflussen“.

Das Europäische Jahr der Erziehung durch Sport 2004 sollte uns Pädagogen dazu animieren, den Zusammenhang von Erziehung, Bildung und Sport verstärkt in unserer tägliche Arbeit zu beachten und entsprechende Aktivitäten auszulösen bzw. zu unterstützen. Die Forderung, dass mindestens drei Sportstunden in der Woche für alle Schülerinnen und Schüler durchgeführt werden, ist zu unterstützen. Der Präsident des Deutschen Sportbundes Manfred von Richthofen benannte bei der Auftaktveranstaltung sogar die Forderung, an jedem Tag eine Sportstunde durchzuführen.

Das Europäische Jahr der Erziehung durch Sport hat unseren Minister für Bildung, Jugend und Sport dazu animiert, das Schuljahr 2004/05 in Brandenburg zum „Jahr des Schulsports“ zu erklären. Er benannte die drei Sportstunden für alle Schülerrinnen und Schüler in Brandenburg als verbindlich.
Für das Schuljahr 2004/05 sind vielfältige Aktivitäten der Schulen, Verbände und Sportvereine geplant. Unterstützen wir diese Ansätze gemeinsam!
 
 
AG Sport, Dr. Jeschull
27.01.2004