„Deutsche sind die dicksten
Europäer“
Sehr geehrte Frau Ministerin,
diese Aussage vermag lediglich
uninformierte Menschen zu überraschen.
Seit Jahren wird diese Thematik
immer wieder aufgegriffen; es wird gejammert und gestöhnt, Horrorszenarien
für die Zukunft werden aufgezeigt und Besserung geschworen.
Bei der Ursachenforschung
werden immer dieselben Aspekte genannt:
Bewegungsarmut und Fehlernährung
!
Nun könnte man meinen,
Ursache erkannt = Problem gelöst.
Hier jedoch drückt
der Schuh:
Obwohl die Problematik eindeutig
analysiert ist, bleiben die Konsequenzen aus.
Statt die Kenntnis über
die Bedeutung von Bewegung zu nutzen und über Kindergärten und
Schulen ausreichende Bewegungsangebote zu unterbreiten, wird zugunsten
anderer Bereiche gekürzt.
Statt die tägliche Bewegungszeit,
wenigstens jedoch die seit Jahrzehnten in der KMK vereinbarten drei Stunden
Sportunterricht wöchentlich durchzuführen, werden immer neue
Bildungsinhalte in den Aufgabenkanon der Schulen aufgenommen.
Statt durch den Bund Einfluss
zu nehmen auf einheitliche Standards zu Bewegungserziehung/Sport und gesunder
Ernährung seitens der Länder, wird nach der Föderalismusreform
diesen die Möglichkeit zu kürzen bzw. zu streichen nach Belieben
gegeben.
So wird sich nichts ändern,
vielmehr werden weitere Hiobsbotschaften auf überraschte Politikerohren
treffen.
Wir als Sportkommission NRW
wünschen uns eine zukunftsorientierte Ausrichtung und bieten dazu
unsere Hilfe an.
Mit freundlichen Grüßen,
Erika Busch-Ostermann
Sprecherin der GEW-Sportkommission
NRW |