Erziehung und Wissenschaft
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Offener
Schulsport
Auf einer Fortbildung
der GEW Sportkommission an der PH Karlsruhe haben Lehrkräfte verschiedener
Schularten das Thema "Sich öffnen im Sportunterricht" behandelt.
Konzipiert war die Fortbildung als Vernetzung von Theorie und Praxis im Bereich "neuer" Sportarten und so spannte sich der Bogen von: "Entdecke die Vielfalt des Schulsports" über "Inline-Skaten in der Schule" und "Mutproben beim Klettern und an der Kletterwand" bis hin zu einem offenen Unterrichtskonzept mit dem Titel "Alles, was fährt". In letzter Zeit häufen sich (wieder einmal) Klagen über mangelnde Beteiligung von Mädchen und Jungen am Sportunterricht und über motorische und physiologische Defizite von Kindern und Jugendlichen. Prof. Dr. Klaus Bös vom Institut für Sport und Sportwissenschaft an der Universität Karlsruhe hat in seinem Statement "Bewegungs- und Fitnessmängel unserer Kinder" anlässlich einer Expertenanhörung im Deutschen Bundestag zur "Aktuellen Situation des Schulsports" am 23. Februar dieses Jahres Thesen formuliert, die die angesprochenen Probleme verdeutlichen: "Viele Mosaiksteine fügen sich aber zu einem geschlossenen Bild zusammen, dass Aktivität und Fitness unserer Kinder absolut betrachtet und im Zeitverlauf abnehmen." Und weiter: "Neue Sportkonzepte sprechen vielfach Kinder und Jugendliche wesentlich besser an" mit der nachfolgenden Aussage: "Der Sportlehrer der Zukunft sollte in aller erster Linie Berater für alle Fragen von Sport, Bewegung und Gesundheit in der Schule sein." Die GEW Sportkommission hatte schon 1996 in ihrer Stellungnahme "Schulsport 2000" darauf hingewiesen, dass auf Grund der tiefgreifenden Veränderungen des gesellschaftlichen Lebens Ziele, Inhalte und Methoden eines zukunftsorientierten Sportunterrichts neu diskutiert werden müssen. Dazu gibt es zwar in verschiedenen
Bundesländern neuere (gute) Ansätze durch eine Veränderung
der Lehrpläne, wie zum Beispiel in Bayern, wo die Systematik des Lehrens
und Lernens von Sportarten aufgegeben wurde zu Gunsten von Lernbereichen
wie "Sport und Gesund heit", "Sport und Umwelt", "Fairnes und Kooperation"
sowie "Leisten, Gestalten, Spielen" oder wie in NRW, wo in ähnlicher
Weise Lernfelder benannt wurden, die u. a. "Etwas wagen und verantworten",
"Das Leisten erfahren, verstehen, einschätzen", "Die Wahrnehmungsfähigkeit
verbessern, Bewegungs erfahrungen erweitern" heißen. Trotzdem ist
die augenblickliche Situation des Schulsports in den verschiedenen Bundesländern
alles andere als optimistisch zu beurteilen:
Fazit: Schön wäre es, wenn möglichst alle Schülerinnen und Schüler von ihrem Sportunterricht begeistert wären, weil er dann auch ihren Ansprüchen genügt.
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Sportkommission