GEW-Sportkommision
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Zur Umsetzung des neuen Lehrplans in der Sekundarstufe II

Nachdem zu Beginn es Schuljahres 2003/2004 die neuen Lehrpläne für den Sportunterricht in der gymnasialen Oberstufe in Kraft getreten sind, war die Verunsicherung an den Schulen über das neue Konzept und die damit verbundenen organisatorischen Veränderungen groß. Über vier Jahre hat die Lehrplangruppe gearbeitet und auf mehreren Fortbildungsveranstaltungen ihre Entwürfe den Kollegen/innen vorgestellt und zum kritischen Diskurs aufgerufen.

Viele Schulen haben abgewartet, ob der neue Lehrplan wirklich kommen wird und waren dann von der Vielzahl der Veränderungen überrascht. Die Tatsache, dass es keine Erprobungsphase, z. B. durch eine Einführung mit der Jahrgangsstufe 11, gegeben hat, führte dazu, dass an vielen Schulen der Sportunterricht in der jetzige Jahrgangsstufe 12 als Erprobungsphase herhalten muss.
Ein aus Sicht der GEW-Sportkommission völlig verfehlte Maßnahme.

Die Kritik an dem Konzept richtete sich vor allem gegen das didaktische Konzept mit seiner Abkehr von einer reinen  Sportartenvermittlung hin zu einer Themenorientierung und Mehrperspektivität des zukünftigen Sportunterrichts. Aber gerade dieses Konzept hat sich in fast allen anderen Bundesländern durchgesetzt. 

Nicht durchsetzen konnte sich dagegen die Forderung der GEW-Sportkommission, des DSLV und anderer Sportvertreter nach einem 3-stündigen Sportunterricht in der gymnasialen Oberstufe. Hier hat die hessische Kultusministerin wieder einmal, allen Sonntagsreden zum trotz, in denen die Bedeutung des Sportunterrichts betont wurde, ihre wirkliche Wertschätzung des Sportunterrichts verdeutlicht. 

Nur wenige Fortbildungsveranstaltungen haben die Sportlehrer/innen bisher auf die neuen Anforderungen vorbereitet. Während in anderen Bundesländern (z.B. NRW) im Vergleich zu Hessen eine ausgiebige Fortbildung angeboten wird, sind die wenigen Multiplikatoren, die helfen sollen, den Lehrplan in den Schulamtsbezirken umzusetzen, teilweise gar nicht bekannt gemacht oder von den Sportlehrer/innen nicht angesprochen worden. Hier herrscht dringender Handlungsbedarf, wenn der Sportunterricht nach dem neuen Lehrplan nicht „alter Wein in neuen Schläuchen“ sein soll. 

Die GEW-Sportkommission fordert die Kultusministerin dringend auf, Mittel und Personal zur Verfügung zu stellen, damit sich der Sportunterricht auf das neue Konzept zu bewegt. 
Die GEW-Sportkommission ruft dazu auf, ihr die Erfahrungen mit dem neuen Lehrplan mit-zuteilen. Auf der Homepage www.gew.sportkommission.de/hessen besteht die Möglichkeit, eigene Unterrichtsvorhaben auch anderen Kollegen/innen zur Verfügung zu stellen. 

Schwerwiegender als gedacht haben sich die organisatorischen Umsetzungsprobleme des neuen Lehrplankonzepts herausgestellt. Schwimmhallen stehen teilweise leer, Sporthallen werden nicht immer optimal ausgelastet, da die Abkehr von dem gewohnten Halbjahresrhythmus der Sportkurse mit einer Sportart noch nicht in allen Fällen organisatorisch bewältigt worden ist. Auch hier müssen neue Modelle gefunden, erprobt, evaluiert und ausgetauscht werden.

Die GEW-Sportkommission will als Austauschbörse für gelungene Ideen und Modelle fungieren.