GEW-Sportkommision
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..  Landesverband Niedersachsen
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In Niedersachsen sollen im November/Dezember 2005 alle Schülerinnen und Schüler auf ihre Fitness getestet werden.
Ziel ist eine Fitnesslandkarte für Niedersachen.Grundlage der Untersuchung ist ein siebenteiliger Fitness-Test im Zusammenhang mit einem Fragebogen.

Über den Sinn dieser Aktion wird heftig gestritten. 
Ausführliche Informationen  finden sich auch auf der Seite des Stadtelternbeirates Hannover.
 
 

28. Oktober 2005
Pressemitteilung der GEW-Niedersachsen

GEW kritisiert „Fitnesslandkarte Niedersachsen“ und fordert mehr Sportunterricht
 

Als Mogelpackung bezeichnete der GEW Landesvorsitzende Eberhard Brandt die „Fitnesslandkarte Niedersachsen“, die erstmalig im November 2005 in den Schuljahrgängen 1-10 innerhalb des Sportunterrichtes erstellt werden soll. Dieser genormte und von verschiedenen Krankenkassen gesponserte Test soll in den Jahren 2005, 2006 und 2007 Zahlen, Daten und Fakten für eine vergleichende Internet-Präsentation zum körperlichen Leistungsstand von Kindern und Jugendlichen liefern.

Schon der Erlassentwurf traf auf den Widerspruch des Landeselternrates (LER), des Schulhauptpersonalrates und der GEW. Es bleibe völlig ungeklärt, wie durch die bloße Feststellung der Fitnesswerte die Gesundheit tatsächlich gefördert werde. Zu fragen sei, wie ein Jugendlicher , dem bescheinigt werde, dass seine Leistungen weit unter der Norm lägen, durch die Feststellung seiner Unbeweglichkeit motiviert werden solle, mehr Sport zu treiben. Auch Praktiker kritisieren den Test. Unsinnig sei es, die gleichen Anforderungen von Klasse 1 bis 10 zu stellen. Während sich die Kleinsten beim Halten im Hang an der Sprossenwand die Nase brechen könnten, würden die Zehntklässler beim Zielwerfen mit selbst zu füllenden Sandsäckchen bestenfalls die Lachmuskeln strapazieren.

„Niemand ist gegen Fitness!“, bekräftigte Eberhard Brandt. „Wenn aber Maßnahmen pädagogisch falsch sind, viel unnütze Arbeit hervorrufen und zudem datenrechtlich brisant sind, dann sind Kritik und Protest angesagt.“ Gut ausgebildete und engagierte Sportlehrkräfte wüssten auch ohne die Hilfe aus dem Kultusministerium, wie sie einen alle Schülerinnen und Schüler motivierenden, differenzierten und integrativen Sportunterricht durchführen können.

Brandt kritisierte den Widerspruch zwischen dem Anspruch, „einen neuen Ansatz individueller Förderung“ vorzustellen, und den zum Teil miserablen Rahmenbedingungen des Sport- und Schwimmunterrichtes. So sei die wöchentliche dritte Sportstunde gestrichen worden, auch die zweite Sportstunde werde nicht überall unterrichtet und der Schwimmunterricht werde zunehmend eingeschränkt. Er forderte den Kultusminister auf, den Erlass zur Fitnesslandkarte zurückzunehmen und stattdessen den Schulen genügend Sportlehrkräfte und Sportstunden zur Verfügung zu stellen. 
 
 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

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