GEW-Sportkommision
.. Was ist die GEW-Sportkommission?
.. Landesverband Niedersachsen
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Kontakt:
Thorsten Herla

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Stellungnahmen

Aktuell

Jahrestagung 2014
"Schule und Verein im Ganztag" (2013)
"Positionspapier zur Ganztagsschule" (2012)
 

Stellungnahme der GEW zu den „Bestimmungen für den Schulsport – RdErl d. MK“ vom 01.01.2011

Der Schulsport – ein stiefmütterliches Dasein im Kultusministerium
Forderungen der GEW Sportkommission des Landes Niedersachsen gegen die systematische Verschlechterung der Schulsportbetreuung 

"Bestimmungen für den Schulsport" (KuMi Niedersachen)




Bericht von der Jahrestagung der GEW Sportkommission Niedersachsen

Am 13. Dezember 2013 fand die jährliche Tagung der GEW-Sportkommission Niedersachsen in Hannover statt. Auch in diesem Jahr kamen in der für alle sportinteressierten Mitglieder offenen Kommission wieder viele engagierte Sportkolleg_innen aus unterschiedlichen Teilen Niedersachsen zusammen, um sich über sport- und bildungspolitische Neuigkeiten und Veränderungen informieren zu lassen und eigene Positionen zu diskutieren.


Birte Clasen (Realschule Badenstedt), Alexander Bohlen (Erich-Kästner-Oberschule), Rainer Schams (Schiller-Gymnasium Hameln), Guido Beholz (Bertha-von-Suttner-Schule Hannover), Lothar Wehlitz (Ricarda-Huch-Gymnasium Hannover), Dagmar Oldenburg (BBS 14 Hannover), Henryk Urban (IGS Kronsberg)

Inhaltlich war die Tagung ausgerichtet auf bereits erfolgte und noch anstehende Veränderungen im Bereich des Schulsports (vgl. Protokoll der Jahrestagung 2013). Dabei war die Diskussion in weiten Teilen geprägt vom Thema „Ausbau der Ganztagsschulen“ und den damit verbundenen gravierenden Veränderungen für die vielen Anbieter außerschulischer Bildungsangebote. Im Bereich des Sports finden derzeit zahlreiche Verdrängungswettbewerbe statt, die insbesondere kleinere Vereine mit Sorge verfolgen. Um hier einen geregelten Ablauf und eine gewisse Chancengleichheit für möglichst viele Vereine zu gewährleisten, wünscht sich die GEW-Sportkommission diesbezüglich vom Gesetzgeber, einen rechtlichen Rahmen für die Zusammenarbeit von Schule und Verein zu schaffen (vgl. Positionspapier (Januar 2014): Bewegung, Sport und Spiel in allen Bildungsbereichen fördern). 

In diesem Zusammenhang wurde auch das im Dezember 2012 beschlossene Sportfördergesetz erneut kritisiert, da hier dem Landessportbund Niedersachsen (LSB) eine herausragende Position bei der Zuteilung der finanziellen Ressourcen für außerunterrichtliche Sportangebote an Schulen zuteil wird. Insbesondere die sich in der Anhörung befindende ergänzende Verordnung zu diesem Gesetz besorgt die Sportkommission, wird in dieser Verordnung dem Kultusministerium bei der Verteilung der Gelder bestenfalls die Möglichkeit einer Stellungnahme eingeräumt, häufig wird das Kultusministerium auch nur in Kenntnis gesetzt. Hier sieht die Sportkommission dringenden Verbesserungsbedarf, um Schulen und Vereinen eine angemessene Grundlage für eine beide Seiten zufrieden stellende Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Weitere Themen waren der fachfremd erteilte Sportunterricht insbesondere an Grundschulen, der nach Ansicht der Sportkommission nur in Ausnahmefällen akzeptabel ist, da hier die Gefahr der Verletzung sicherheitsrelevanter Vorgaben durch nicht fachkundige Kolleg_innen auf Grund fehlender Kenntnisse besteht. Weiterhin wurde die von der Vorgängerregierung übernommene Politik der Nichtbesetzung wegfallender Dezernentenstellen an den vier Standorten der Landesschulbehörden im Bereich des Sports kritisiert. Hier wünscht sich die Sportkommission die Wiedereinsetzung „echter“ Dezernenten an diesen Standorten, um den vielfältigen Aufgaben und Anforderungen dieser verantwortungsvollen Tätigkeit angemessen gerecht zu werden. Darüber hinaus wurde als zukünftiger Arbeitsschwerpunkt das Thema Inklusion und Sport genannt. 

Ausdrücklich gewürdigt wurde die im Jahr 2013 vollzogene Anbindung der Sportkommission an die Strukturen der GEW durch die Angliederung an das Referat allgemein bildende Schulen. Hiervon erhoffen sich beide Seiten einen gegenseitig bereichernden Austausch im Interesse aller Schulformen. Erste Schritte hierzu wie die Diskussion um neue Strukturen des Ganztags sind schon erfolgt.

Wir freuen uns auf ein erfolgreiches neues Jahr und wünschen uns viele neue engagierte Sportkolleg_innen aus allen Schulformen und Bildungsbereichen für 2014.

gez.
Thorsten Herla, Vorsitzender der GEW Sportkommission Niedersachsen
 
 



 

Bericht von der Jahrestagung 2012 der GEW Sportkommission Niedersachsen

Am 07.12.2012 kam GEW-Sportkommission Niedersachsen in Hannover zu Ihrer jährlichen Tagung zusammen. Mit Freude konnten wieder festgestellt werden, dass diese für alle Neugierigen und Interessierten offene Kommission wieder viele neue Personen in ihrem Kreis begrüßen konnte.

Inhaltlich stand Vieles rund um den Sport auf dem Programm (vgl. Protokoll der Jahrestagung 2012): Es gab Berichte von der Bundesebene der Sportkommission, die im nächsten Jahr inhaltliche Positionen zu Sport im Ganztag und zur Inklusion erarbeiten wird. Von der Landesebene wurden die veröffentlichten Positionen zu den Perspektiven einer täglichen Bewegungszeit gewürdigt sowie das verstärkte Engagement in politischen Kreisen, um auch hier den Sport zu stärken.

Im weiteren Verlauf wurde das Thema Sport im Ganztag kritisch diskutiert und Chancen und Risiken verdeutlicht. Hierzu wurde auch das kurz zuvor vom Landtag beschlossene Sportfördergesetzt kritisch hinterfragt, sind hier doch unklare Formulierungen für mögliche finanzielle Unterstützungen von Sportvereinen in Schulen formuliert. Hier wünscht sich die Sportkommission wesentliche klarere Aussagen der Ministerien über Zuständigkeiten der einzelnen Akteure im Ganztagssport. Darüber hinaus drängt die Sportkommission darauf, den Sport wieder gänzlich an das Kultusministerium anzugliedern, um Reibungsverluste größtmöglich zu minimieren.

Als zukünftige Arbeitsschwerpunkte wurde einerseits das Thema Inklusion genannt, das unbedingt auf der nächsten Tagung behandelt werden soll. Weiterhin wünscht sich die Sportkommission eine eindeutigere Rolle innerhalb der GEW und wird deshalb einen Antrag auf Anerkennung als Ausschuss stellen, um für die LDK als stimmberechtigtes Mitglied antragsberechtigt zu sein.

Wir freuen uns auf ein erfolgreiches neues Jahr 2013 und wünschen uns, viele neue engagierte Kolleginnen und Kollegen auch wieder in diesem Jahr begrüßen zu können.
 

gez.
Thorsten Herla, Vorsitzender der GEW Sportkommission Niedersachsen

Auf dem Foto von links nach rechts:
Maren Lührig (Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule Wolfsburg), Guido Beholz (Bertha-von-Suttner-Schule Hannover), Dagmar Oldenburg (BBS 14 Hannover), Harald Johnsdorf (Robert-Bosch-Gesamtschule Hildesheim), Birte Clasen (Realschule Badenstedt), Günter Schütte (Heinrich-Nordhoff-Gesamtschule Wolfsburg), Anja Stein (IGS Embsen), Nobert Baumann (Vorsitzender der GEW-Bundessportkommission), Lothar Wehlitz (Ricarda-Huch-Gymnasium Hannover), Alexander Bohlen (Erich-Kästner-Oberschule), Thorsten Herla (Vorsitzender, Gymnasium Martino-Katharineum Braunschweig); es fehlt: Henryk Urban (IGS Kronsberg)
 
 
 



 

Bericht von der Jahrestagung der GEW Sportkommission Niedersachsen (2011)

Am 12.12.2011 kam GEW-Sportkommission Niedersachsen in Hildesheim zu Ihrer jährlichen Tagung zusammen. Mit Freude konnten wir feststellen, dass diese für alle Neugierigen und Interessierten offene Kommission wieder drei neue Personen in ihrem Kreis begrüßen konnte.

Inhaltlich stand Folgendes auf dem Programm (vgl. Protokoll der Jahrestagung 2011): Es gab Berichte vom ausklingenden Jahr verbunden mit Hinweisen für mögliche weiterführende Auseinandersetzungen, wie etwa die kritische Würdigung des Engagements der GEW für die globale Bildungskampagne. Zugleich wurde hinterfragt, in wie weit dies die Fragen des Schulsports betrifft, so dass der Wunsch geäußert wurde, dies nicht aus den Augen zu verlieren.

Im weiteren Verlauf wurden Konzepte zur Wiederbelebung der Bundessportkommission erörtert und der inhaltlichen Frage nachgegangen, wie der neue Erlass „Bestimmungen für den Schulsport“ zu bewerten ist. Hierzu wurden auch die Forderungen der GEW-Sportkommission diskutiert und festgestellt, dass wenige der inhaltlichen Forderungen der GEW übernommen wurden (vgl. Stellungnahme der GEW „Bestimmungen für den Schulsport“).

Als zukünftige Arbeitsschwerpunkte wurde zum einen festgelegt, dass die Rolle des Schulsports wieder aufgewertet werden muss. Hierzu wurde eine Forderung von Undine und Rolf formuliert, die Anfang 2012 mit dem Landesvorstand veröffentlicht werden soll (s. „Der Schulsport – ein stiefmütterliches Dasein im Kultusministerium“). Darüber hinaus wurde vereinbart, Ziele für die kommenden Landtagswahlen 2013 zu formulieren und auf der nächsten Tagung zu beschließen. 

Wir freuen uns auf ein erfolgreiches neues Jahr 2012 und wünschen uns, viele neue engagierte Kolleginnen und Kollegen in diesem Jahr begrüßen zu können.
 

gez.

Thorsten Herla, Vorsitzender der GEW Sportkommission Niedersachsen

Auf dem Foto sind Heini Pohl (ehem. Vorsitzender der GEW Sportkommission Niedersachsen) und Thorsten Herla (neuer Vorsitzender) bei der Diskussion zur Zukunft der Bundessportkommission zu sehen.

Protokoll der Jahrestagung
 
 
 
 



 

GEW Sportkommission Niedersachsen tagte in Hildesheim - Jahrestagung 2007 - 
Entschulung des Schulsports? GEW Sportkommission Niedersachsen tagte in Hildesheim

Vordere Reihe von links
Kerstin Koltermann (Hildesheim), Nadine Sellmons (Hildesheim), Barbara Kubatz (Hildesheim), Birte Clasen (Hannover), 
Heinrich Pohl (Bad Salzdetfurth)

Hintere Reihe von links
Günter Bade (Bad Nenndorf), Günter Schütte (Wolfsburg), Prof. Dr. Lorenz Peiffer (Hannover), Helmut Ulrich (Bremerhaven), 
Thorsten Herla (Göttingen), Marlies Brons-von den Driesch (Hildesheim), Wiebke Hentschel (Hannover), 
Wolfgang Wenrich (Salzgitter) 

 
  • GEW-Sportkommissionsvorsitzender zur Fitnesslandkarte (5.2. 2006)
  • Fitnesslandkarte - Stellungnahme der GEW-Sportkommission Niedersachsen 5.12. 2005
  • GEW kritisiert „Fitnesslandkarte Niedersachsen“ und fordert mehr Sportunterricht

  • (GEW-Landesverband 28.10. 2005)
     

     
     
     
    Schule und Vereine wollen kooperieren
    Mehr Bewegung braucht das Kind: Dritte Stunde Schulsport soll her

    „Bewegung braucht jedes Kind, damit es sich wohl fühlt und gesund bleibt." Mit dieser Feststellung eröffnete KSB-Sportwart Hubert Hartmann eine Arbeitstagung. Bewegungsarmut, falsche Bewegungsformen mit einer unangemessenen Körperhaltung verursachten bereits in frühester Kindheit Haltungsschäden und psychomotorische Auffälligkeiten. Wissenschaftler, Fachleute und Ärzte schlagen Alarm. Professor Dr. Wolf-Dietrich Brettschneider vom sportwissenschaftlichen Institut der Universität Paderbom führt dazu plakativ aus: „Faul, fett, fernsehsüchtig! Jedes fünfte Kind ist seelisch krank. Unsere Kinder werden Sozialkrüppel." Dr., Bettina Langenbruch vom Kreisgesundheitsamt Hildesheim beurteilt das Problem aus medizinischer Sicht: „20 Prozent der Einschulkinder sind deutlich übergewichtig und tragen damit ein ernsthaft erhöhtes Gesundheitsrisiko. Rund zehn Prozent haben im Bereich der motoriscihen Entwicklung erhebliche Probleme." Für diese betroffener Kinder seien teure Einzelfallmaßnahmen in der Regel nicht finanzierbar, aber oft auch nicht sinnvol. Die Kinder seien jedoch auf sine Bewegungsförderung angewiesen, die ihren Möglichkeiten und Bedürfnissen entsprechen und ihnen Spaß machen. 

    Der KSB Hildesheim will in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen dieser Entwicklung gegensteuem. Zum Auftakt fand eine Bestandsaufnahme mit Vertretern der Bezirksregierung Hannover, des Landkreises Hildesheim, der Universität Hildesheim und den Fachberatern für den Schulsport am runden Tisch statt. Besonders wurde an die Politiker aller Fraktionen appelliert, die dritte Sportstunde durchzusetzen. Doch gerade indiesem Bereich herrschte große Skepsis, da es an einer Lobby fehle und der Sport kognitiven Fächern geopfert werde. Der KSB hat inzwischen ein Pilotprojekt absolviert. Ende Juni nahmen 52 Erzieherinnen und Erzieher von Kindergärten und -Tagesstätten an einem Workshop in der Sportlehrstätte Himmelsthür teil. Sie bekamen von versierten Sportübungsleitern Tipps und Anregungen für die Bewegung mit Kleinkindern. KSB-Vorsitzende Marlies Brons-von den Driesch will im nächsten Schritt die Vereine in das Projekt einbinden.

    In Vorbereitung ist eine Fachtagung der Universität Hildesheim in   Zusammenarbeit   mit   dem Kreisgesundheitsamt      Hildesheim und dem KSB mit dem Thema „Gesunde Kinder durch viel Bewegung" am 26. und 27. September. Professor Dr. Ulrich Nickel will bis dahin einen Wegweiser erstellen, in dem alle Angebote zur Bewegungsförderung mit den Schwerpunkten Psychomotorik,  kompensatori-scher Sport und Adipositasturnen in der Stadt und im Landkreis Hildesheim aufgenommen werden  sollen.   Die  Broschüre soll allen Kinder- und Hautärzten, Pädagogen und Lehrkräften aus dem Elementar- und den Primärbereich sowie interessierten Eltern zugänglich gemacht werden.   Kontaktadressen sind Professor Dr. Ulrich Nickel, Telefon: 05121/883580, E-Mail: nickel@rz.uni-hildesheim.de und Dr. Bettina Langenbruch, Telefon: 05121/309746,    E-Mail:  Bettina.Langenbruch@landkreishil-desheim.de.

    Ein Reizthema bleibt die dritte Schulsportstunde. Heinrich Pohl, Vorsitzender der Sportkommission Niedersachsen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, ist seit Jahren ein engagierter Verfechter für die Ausweitung des Schulsportes: „Ohne Bewegung kein Lernen. Motorisches Lernen schafft Voraussetzungen, um im kognitiven Bereich Erfolge zu erzielen." Obwohl die Verantwortlichen um die Bedeutung und die Misere im Schulsport wüssten, hat sich seiner Meinung nach seit Jahren nichts bewegt: „Im Schulsport tickt eine Zeitbombe. Die ständig für alle Schulen geforderte dritte Sportstunde wird in Niedersachsen de facto nicht erteilt. Die Sportlehrkräfte sind zum größten Teil überaltert. Viele Kollegen mögen oder vermögen sich nicht mehr mit bei den Schülern beliebten Trend-Sportarten auseinander zu setzen", führt er mit einer gewissen Resignation aus. Außerdem verschlechtere sich die materielle Situation im zunehmenden Maße. Der Stellenwert des Sportunterrichts in der Bildungspolitik und im Schulalltag sowie auch vielfach im Bewusstsein der Eltern sinke und werde in Frage gestellt. Auch beim KSB spielt die Situation des Schulsportes eine zentrale Rolle. Sportwart Hubert Hartmann hat einen Katalog erarbeitet, der Forderungen an die Schulen, Vereine und den KSB sowie den Landkreis enthält. Der KSB will den begonnen Dialog in den nächsten Wochen fortsetzen und danach konkrete Vorschläge mit allen Beteiligten gemeinsam erarbeiten. Ein Hemmschuh könnten möglicherweise die angekündigten Sparmaßnahmen der Landesregierung sein.
     
     
     

     

     
     

    Hildesheimer Zeitung  9.1. 2003

    Image des Schulsports ist angeknackst 
    Jahrestagung der Sportkommission der GEW in Himmelsthür
     

    Hildesheim (su). "Mit dem Schulsport geht es den Bach hinunter." Diese Befürchtung zog sich wie ein roter Faden durch die Jahrestagung der Sportkommission der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW) in der Lehrstätte des Kreissportbundes Hildesheim.

    Die Delegierten stellten fest, dass das Image des Schulsportes angeknackst ist, obwohl Krankenkassen, Ärztevereinigungen, der Landessportbund (LSB) und Experten immer wieder auf Haltungsschäden und Konzentrationsschwächen der Schüler hingewiesen haben. Kommissionsvorsitzender Heinrich Pohl (Bad Salzdetfurth): "Alle fordern mehr Schulsport. Trotzdem tut sich nichts. Die Konsequenz aus der PISA-Studie darf nicht nur die Förderung von Leseschreibschwächen und Diskalkulie sein, sondern es muss die ganzheitliche Erziehung berücksichtigt werden. Der Bedeutung des Sports, also der Bewegungserziehung, sollte erheblich mehr Beachtung geschenkt werden."

    Die Kommission als außerordentliches Mitglied des LSB stellt den Wert des Schulsportes heraus. Durch Bewegung werden das Gedächtnis, Lernvermögen und Kreativität gefördert. "Ohne Bewegung kein Lernen. Motorisches Lernen schafft Voraussetzungen, um im kognitiven Bereich Erfolge zu erzielen ," führt Pohl weiter aus.

    Der Landesregierung wird vorgeworfen, den Förderunterricht in den ersten beiden Grundschulklassen finanziell zu forcieren und gleichzeitig die Anzahl der Sportstunden zu streichen. Von wöchentlich drei Sportstunden habe man sich weit entfernt. Die GEW-Kommission fordert daher, den Schulen auch für einen Sportförderunterricht zusätzliche Lehrerstunden zur Verfügung zu stellen. Um Kindern frühzeitig Spaß am Sport zu vermitteln, müsse auch die tägliche Bewegungserziehung in Kindergärten Einzug halten. Deshalb müsse diese Richtung auch an den Fachschulen für Erzieher intensiviert werden.

    Die Gewerkschaftler sehen in der geplanten Einrichtung von 500 neuen Ganztagsschulen eine große Chance, den Sport nachmittags in das schulische Geschehen einzubinden. Eine Zusammenarbeit mit fachkompetenten Trainern und Übungsleitern aus den Sportverbänden und Sportvereinen könne dabei als Ergänzungsmöglichkeit sehr hilfreich sein.

    Darüber hinaus wird erneut eine Gleichstellung des Faches Sport mit anderen Fächern bei mündlichen Leistungsüberprüfungen im Sekundarbereich I postuliert. Nach wie vor sei Sport das einzige Fach, wo mündliche Prüfungen nicht stattfinden dürfen. Selbst im Wahlpflichtbereich seien keine mündlichen Prüfungen möglich. Es wird auch eine Änderung von Normen beim Bau von Sporthallen und Schwimmbädern angemahnt. Der Spitzensport setze sich zu sehr durch. Breitensportliche Gesichtspunkte würden kaum berücksichtigt.


     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     

     

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