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Fitnesslandkarte - Stellungnahme
der GEW-Sportkommission Niedersachsen 5.12. 2005
GEW Sportkommission:
Das Ergebnis der Fitnesslandkarte
steht auf dem Prüfstand
Die Fachkollegen der Spoko
vertreten unterschiedliche Meinungen.
Dieser Gewaltakt darf
nicht ohne Konsequenzen stehen bleiben. Hoffnungen werden geweckt
Auf der Jahrestagung der
Sportkommission der GEW Niedersachsen in der KSB-Lehrstätte Hildesheim
appellierte der Vorsitzende Heinrich Pohl an das Kultusministerium die
Ergebnisse der Fitnesslandkarte zu nutzen, um endlich die angespannte Schulsportsituation
zu verbessern.
Nach dem Pisa-Schock kommt
nun der Fitness-Schock. Die Sportkommission legt großen Wert darauf,
zu erwähnen, dass sie in den letzten Jahren immer schon auf den desolaten
Zustand im Schulsport aufmerksam gemacht hat. Alle Petitionen an das Kultusministerium
blieben ohne Erfolg. Die Sportkommission hat bei den vielen kritischen
Stellungnahmen zum Schulsport immer bemängelt, dass bei der Pisa Untersuchung
der Schulsport bzw, die Bewegungserziehung nicht berücksichtigt worden
ist. Nun bekommt der Schulsport in Niedersachsen endliche Beachtung und
es bewegt sich was.
Dieser Test wurde mit erheblichem
Zeitdruck durchgeführt. Es gab kaum Hilfe bei den Organisationsproblemen.
Nur wenige Fachberater für Schulsport konnten hier teilweise Abhilfe
leisten. Bemängelt wurden hohe Defizite in der Informationspolitik.
Einige Übungen waren laut Beschreibung nicht eindeutig definiert und
konnten so auch nicht durchgeführt werden. Zum Schluss fragte man
sich: Wem nützt das Ganze?
Der finanzielle Aufwand war
groß (unendlich viele Papers mussten vor Ort kopiert werden). Es
gab riesige Probleme bei der Eingabe von Daten. Datenübertragungsfehler
wurden festgestellt. Zum Schluss konnten keine Daten eingegeben werden,
weil das Netz überlastet war. Letztlich wird die Validität des
Testes in Frage gestellt.
Die GEW Sportkommission ist
gespannt, welche Konsequenzen seitens der Politiker gezogen werden. Die
Hoffnung bleibt, dass endlich Veränderungen in der Schulsportlandschaft
stattfinden
Um die Motivation zu einer
weiteren Teilnahme aufrecht zu erhalten, muss man die o.a. Mängel
beheben und eine sofortige Verbesserung und angemessene Finanzausstattung
auf folgenden Gebieten erhöhen:
Der Sportförderunterricht
muss an allen Schulen durchgeführt werden
Die Lehrerfortbildung muss
gewährleistet werden. Die Reduzierung der Anzahl der Sportstunden
muss zurückgenommen und wieder erhöht werden. Grundschulen brauchen
endlich Hilfen, um die tägliche Bewegungszeit (Aktivpausen) durchführen
zu können. Die mündliche Abschlussprüfung für das Fach
Sport im SEK I Bereich muss endlich zugelassen werden.
(von links nach rechts)
Jürgen Myer (Winsen
L.)
Birte Clasen (Hannover)
Günter Schütte
(Wolfsburg)
Gesche Braukmann (Bremen)
Michael Strohschein (Varel)
Barbara Kubatz (Hildesheim)
Max Bönisch (Echte)
Kerstin Koltermann (Hi-Ochtersum)
Wiebke Hentschel (Hannover)
Klaus Hoyer (Hannover -
als Gast)
Heinrich Pohl (Bad Salzdetfurth)
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