GEW-Sportkommision

Eine Arbeitsgruppe für gewerkschaftlich orientierte Sportlehrer/innen und Sportwissenschaftler/innen
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Stellungnahme/Diskussionspapier der GEW Sportkommission (Dezember 2002)
 

„Pisa und Schulsport“ - Bewegung stärkt Menschen !
  Wichtige Aspekte des Sportunterrichts 

    
 

Wir stellen fest:
Zwischen körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit besteht ein enger Zusammenhang.
Motorische Fertigkeiten ermöglichen geistige Fitness (siehe Langzeitstudie von K. Bös u.a.).

Wir stellen die Forderung nach ganzheitlichem  Lernen, also mit Kopf; Herz und Hand auf. 
Inhalte und  Ziele des Sportunterrichts  wirken auch auf andere Fächer, sie haben „Brückenfunktion“.Sie tragen zur  Menschbildung bei. 
Siehe Sportlehrpläne: z.B. Sozial -, Methoden - Sach- und Selbstkompetenz

Positive Körpererfahrungen stärken insbesondere junge Menschen. 
„Wer körperlich fit ist, ist auch geistig fit.“Bewegungsmängel- und -defizite bei jungen Menschen und ihre Folgen sind dramatisch.
Nur Schule kann diesem Trend erfolgreich entgegenwirken
 

Deshalb gilt für uns: 
Die bisherigen Dokumentationen über Konsequenzen beziehen sich ausschließlich auf die sogenannten geistigen Anforderungen, alle anderen Inhalte spielen bei der augenblicklichen Diskussion keine oder nur eine untergeordnete Rolle.
Die Förderung der Sprach-,  Lese- und Rechtschreibkompetenz steht ganz eindeutig im Vordergrund.
Diese einseitige Folgerung aus den PISA – Ergebnissen  lehnen wir aus obengenannten Gründen ab.

Wir bitten die Gremien der GEW bei allen Stellungnahmen zu PISA unseren Aspekt der Ganzheitlichkeit - und nicht nur den der Einseitigkeit - zu beachten und zu übernehmen.

Daher ist es wichtig, dass Sportunterricht in vollem Umfang erhalten bleibt - z.B.: alle SchülerInnen erhalten drei Stunden qualifizierten Sportunterricht.

Wir fordern außerdem:
Die GEW setzt sich dafür ein:
Die tägliche Bewegungszeit  wird in allen Schularten bis Klasse 6 eingeführt -Ganztagesangebote sollten mit vielfältiger sportlicher Betätigung bereichert werden. Kinder mit  Bewegungsdefiziten erhalten  Sportförderunterricht

Einseitige Bevorzugung einzelner Fächer lehnt die GEW entschieden ab. Sie  setzt sich auch in Zukunft für eine Schule mit gleichwertiger Bedeutung aller Unterrichtsfächer ein.
 

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