GEW-Sportkommision


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Arbeitsgruppe:
Kooperation Schule und Verein
 

Prämisse:

Die Spoko bekräftigt, dass an dem staatlichen Auftrag: „Schulsport findet ausschließlich in der Schule durch qualifiziert ausgebildetet Sportlehrkräfte statt“ nichts geändert werden darf. Alle Versuche, die schulische Ausbildung für die Bereiche Bewegung, Spiel und Sport in außerschulische Bereiche zu verlagern, erteilt die Sopko eine deutliche Absage.

Durch die Kürzung der Stundentafel im Fach Sport in den vergangenen Jahren beklagt die Spoko:
Es ist deutlich festzustellen, dass es zu erheblichen gesundheitlichen und sozialen Defiziten und zu einer Bewegungsarmut bei den Kindern und Jugendlichen gekommen ist.
Deshalb sind Bemühungen zu begrüßen, die für Kinder und Jugendlichen wichtigsten sportbezogenen Instanzen (eben Schule und Verein) zu vernetzen.

Wenn also im Folgenden von Kooperationsmaßnahmen gesprochen wird, dann sind diese immer als zusätzliche Angebote zur Grundversorgung von 3 Sportstunden in der Schule zu betrachten.
 

Gründe:

1. Die Schule kann den Schüler/Innen ein größeres Sportangebot machen, weil sie in der Regel nicht ein so breit gefächertes Sportangebot machen kann (Lehrkräfte beherrschen nicht alle Sportarten, es fehlen geeignete Sportstätten.
2. Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein kann eine tragende Säule einer schon seit langem geforderten Öffnung der Schule zum Stadtteil werden mit dem Ziel, qualifizierte sportbezogene Angebote für die Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen zu schaffen.
3. Durch diese Kooperation kann die Schule ihr Image in der Öffentlichkeit verbessern und die Schule für die Schüler/Innen attraktiver machen.

4. Im Rahmen der Kooperation können Leistungsvergleiche durch Wettkämpfe zwischen Schule und Verein ermöglicht und Vereinsübungsleiter für die Mitarbeit an Schulsporttagen, - festen, Projektwochen u.a. gewonnen werden.
 

Schlussfolgerung:

Kooperationen kosten Geld. Dabei vertritt die Spoko die Meinung, dass im Sinne einer echten Kooperstion beide Partner Kapazitäten zur Realisierung der Kooperationsprojekte einbringen müssen. Die von den Kultusministerien zur erbringenden Anteile in der Personalversorgung solcher Maßnahmen sind in das Stundendeputat der betreffenden Sportlehrkräfte einzubringen. Für die Durchführung der K-Maßnahmen sind also entsprechende Stellen zu schaffen.

Die Landessportbünde, die Fachverbände und die Vereine müssen ebenfalls Mittel für die personelle und materielle Absicherung der Kooperationen zur Verfügung stellen.

Die Chancen dieser Perspektiven werden aber  in ihr Gegenteil verkehrt, sollten politisch Verantwortliche der Gefahr erliegen, solchen Maßnahmen als Billiglösungen für die Verlagerung schulischen Sportunterrichts in kostengünstige außerschulische Angebote zu missbrauchen.

(Heini Pohl, Ernst Steinhoff)

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